Einleitung

Das Controlling ist der zentrale Teil des Raumplanungsberichts. Innerhalb der vier Themenbereiche des Richtplans (Siedlung, Landschaft, Verkehr, Ver- und Entsorgung) wird zwischen einem Vollzugs- und einem Zielerreichungscontrolling unterschieden.
Mit dem Vollzugscontrolling wird überprüft, ob die im Richtplan festgesetzten behördenverbindlichen Beschlüsse umgesetzt werden. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Planungsanweisungen, die in den einzelnen Objektblättern des Richtplans fixiert worden sind. Die Art des Vollzugscontrollings ist dabei unterschiedlich. Bei einigen Aufgaben kann der Erfüllungsgrad sehr präzise angegeben werden, bei anderen ist lediglich eine Abschätzung über den Umsetzungsgrad möglich.
Mit dem Zielerreichungscontrolling wird überprüft, ob die strategischen Ziele erreicht werden bzw. ob der Trend in die vorgegebene Richtung geht. Für diese Beurteilung werden Indikatoren herangezogen, mit denen die Entwicklung anhand von Grundlagedaten aufgezeigt wird. Inwiefern allerdings die umgesetzten Massnahmen des Richtplans diese Entwicklung beeinflusst haben, kann derzeit in der Regel nicht untersucht werden (Wirkungscontrolling). Dazu sind der Beobachtungszeitraum zu kurz und die verfügbaren Daten zu wenig präzise.
Die Daten zur Beurteilung des Vollzugs kommen in erster Linie von den entsprechenden Fachstellen bzw. es wird vom Amt für Raumplanung eine qualifizierte Einschätzung vorgenommen. Für die Indikatoren-basierte Auswertung werden zunehmend Geodaten verwendet. Diese werden von den Fachstellen erhoben, im kantonalen Geoportal verwaltet und grösstenteils auch über die Webanwendung GeoView BL dargestellt. Weitere Daten stammen vom Statistischen Amt BL bzw. vom Bundesamt für Statistik.

Auftragsgemäss konzentriert sich der vorliegende Bericht - sofern die notwendigen Daten vorhanden sind - auf die Jahre 2010 bis 2014. Um Veränderungen und neue Trends besser veranschaulichen zu können, wird an entsprechender Stelle auch auf ältere Zahlen verwiesen.
Die meisten Informationen liegen so vor, dass sie auf Gemeindeebene ausgewertet werden könnten. Allerdings würde dies bei 86 Gemeinden zu Lasten der Übersichtlichkeit des Berichts gehen. Für zahlreiche Fragen können die Daten zu den Gemeinden beim Statistischem Amt BL bzw. dem Amt für Raumplanung abgerufen werden.
Derzeit wird eine Diskussion zur Ausgestaltung von Regionen resp. Zusammenarbeitsräumen geführt (Entwurf Gemeindestrukturengesetz, Charta von Muttenz). Der Entwurf der Zusammenarbeitsräume vom Herbst 2014 dient als weitere Auswertungsgrundlage wie auch die Unterscheidung nach sogenannten Raumtypen.

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