Vollzugscontrolling - Verkehr

verkehr



Die Planungsanweisung a) in Objektblatt V2.1 Übergeordnete Projekte fordert die Evaluation möglicher Parkierungs- und Warteräume für den Schwerverkehr in der Agglomeration Basel sowie die Errichtung eines Kontroll-/Kompetenzzentrums für den Schwerkehr. Beide Anliegen wurden nicht weiterverfolgt und sind zurzeit kein prioritäres Thema.
Mit dem Beschluss zum Kantonalen Richtplan wurde mit der Planungsanweisung b) in Objektblatt V2.1 Übergeordnete Projekte der Auftrag zur Folgeplanung der Südumfahrung Basel erteilt und 2010 unter dem Namen "Entwicklungsplanung Leimental – Birseck – Allschwil" (ELBA) gestartet. In einer ergebnisoffenen und partizipativen Herangehensweise wurde der nordwestliche Kantonsteil gesamthaft betrachtet und seine langfristige, räumliche Entwicklung geklärt. Der Fokus lag im Endergebnis auf den notwendigen verkehrlichen Massnahmen in diesem Raum. Zwingende Bedingung für die Lösung war eine Abstimmung mit der Siedlungsentwicklung. Da eine Hauptkritik an der Südumfahrung Basel deren negative Auswirkungen auf die Landschaft war, wurde dieser Aspekt ebenfalls berücksichtigt. Die aus diesem Prozess resultierende KRIP-Anpassung 5 wurde im Januar 2015 vom Regierungsrat zu Handen des Landrates verabschiedet.
Zur Erfüllung des Auftrags betr. Überprüfung Anschlusskonzept für die H18 im Raum Angenstein (Objektblatt V2.2 Kantonsstrassennetz) wurde unter der Federführung des Tiefbauamtes Baselland unter Einbezug der Gemeinden eine Netzstrategie Muggenberg erarbeitet (Schlussbericht Netzstrategie Muggenberg vom 25. Mai 2011). Dabei wurde eine Netzstrategie entworfen, welche die verkehrs- und sicherheitstechnischen Probleme am Knoten Angenstein unter Einbezug eines Muggenbergtunnels langfristig löst, ohne gleichzeitig unerwünschte Erreichbarkeitseffekte nach sich zu ziehen. Neben der längerfristigen Lösung wurden mittelfristige Massnahmen für den Bereich des Knotens Angenstein entwickelt. Die Bestvariante für den Endzustand enthält u.a. folgende, massgebende Elemente:

  • Muggenbergtunnel lang
  • Halbanschluss Angenstein (Aesch Süd) Richtung Norden
  • Halbanschluss Grellingen-Ost Richtung Süden
  • Talbrücke und Spange Nunningerstrasse als Trasseesicherung
  • Sicherung und Aufwertung Radverkehrsroute
  • Förderung kommunaler Entwicklungs- und Verdichtungsgebiete um S-Bahn-Stationen

Betreffend allfälliger Abtretungen und Übernahmen von Kantonsstrassen (Objektblatt V2.2 Kantonsstrassennetz) wird derzeit eine Überprüfung des gesamten Netzes vorgenommen. Sobald ein koheränter Vorschlag vorliegt, wird die in der Planungsanweisung geforderte Anhörung mit den Gemeinden durchgeführt. Projektbezogene Abtretungen/Übernahmen werden bei Bedarf einzelfallweise im Rahmen von Verhandlungen mit den jeweilig betroffenen Gemeinden vorbereitet und i.d.R. mittels separaten Vorlagen dem Landrat vorgelegt.
Im Dezember 2008 genehmigten die Parlamente der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt die Prüfung eines Zusammenschlusses der Regionalverkehrslinien in der Nordwestschweiz und im grenznahen Ausland mittels einer Tunnelverbindung, dem Herzstück Regio-S-Bahn (Objektblatt V2.3 Schienennetz). Im September 2014 stimmten wiederum beide Parlamente einer Kreditvorlage für ein Vorprojekt Herzstück Regio-S-Bahn zu.
Die Frist für die Gemeinden für die Übernahme des Wanderwegnetzes in den kommunalen Strassennetzplan und damit für die Erweiterung des Strassennetzplanes über das ganze Gemeindegebiet (Objektblatt V3.2 Wanderwege) läuft Ende 2015 ab. Bei den Strassennetzplänen Landschaft haben bis Ende 2014 lediglich 49 Gemeinden diesen Auftrag erledigt.

strassennetzplaene_landschaft
Stand der Anpassung der Strassennetzpläne Landschaft per 1. Jan. 2015

Auch bei den Fusswegnetzen haben die Gemeinden den Auftrag, ihre Strassennetzpläne zu ergänzen, allerdings ohne dass eine Frist festgelegt ist (Objektblatt V3.3 Fusswege). Bis Ende 2014 haben bereits 72 Gemeinden diesen Auftrag erfüllt.

fusswegnetzplan
Gemeinden mit Fusswegnetzplan per 1. Jan. 2015