Geviertanalyse

Die sogenannten Gevierte bilden die kleinste räumliche Aggregationsebene der Raumbeobachtung. Ein Geviert ist dabei ein von Strassen umschlossener Raum. Für die räumlichen Auswertungen im ARP wird dieser noch differenziert, wenn ein Geviert aus unterschiedlichen Grundnutzungszonen besteht. Der Geviert-Datensatz wird jährlich für alle Bauzonen im Kanton von der Abteilung Rauminformation des ARP erstellt.
Um detaillierte Informationen zu den Gevierten zu bekommen, wird von der Abteilung Kantonsplanung des ARP für die Wohn- Misch- und Zentrumszonen (WMZ) eine umfassende Analyse zur Bevölkerungsentwicklung, der Bautätigkeit sowie der Nutzungsdichte durchgeführt. Die Ergebnisse werden durch eine Webkarte publiziert (siehe unten). Die Analyse besteht aus folgenden Teilen:

  • Stand der Überbauung: Der Überbauungsstand wird basierend auf dem Geviert-Datensatz und den Informationen der Gebäudedatenbank ab 2014 jährlich durch das ARP aktualisiert. Alle zwei Jahre wird er zusätzlich durch eine Erhebung beiden Gemeinden verifiziert.
  • Einwohner: Die Informationen zu den Einwohnern stammen aus der jeweils aktuellen STATPOP Erhebung das Bundesamt für Statistik (BfS). Aus Gründen des Datenschutzes werden in der Webkarte nicht alle Informationen dargestellt (Anzeige als 'undefined').
  • Beschäftigte: Die Informationen zu den Beschäftigten stammen aus der jeweils aktuellen STATENT Erhebung das Bundesamt für Statistik (BfS). Diese werden aus Gründen des Datenschutzes nur für die Berechnung der Nutzungsdichte verwendet.
  • Gebäude und Wohnungen: Die Informationen zu den Gebäuden und Wohnungen stammen aus der Gebäudedatenbank BL.
  • Ersatzneubauten: Basierend auf der Gebäudedatenbank BL werden die Neubauten ermittelt, in deren Bereich in der jüngeren Vergangenheit (bis zu 10 Jahren) ein Gebäude abgerissen wurde. Dabei bezeichnet man als Wohnersatzbauten die Neubauten, in deren Bereich bereits zuvor ein Wohngebäude gestanden hat. Als Umnutzungsprojekte werden die Neubauten bezeichnet, in deren Bereich zuvor ein Nicht-Wohngebäude gestanden hat.
  • Nutzungsdichte: Die Nutzungsdichte (Bauzonenflächenbeanspruchung) wird jährlich durch das ARP berechnet. Es bezeichnet die Fläche an bebauter WMZ- Zone, die ein Einwohner und Beschäftigter (Vollzeitäquivalent) beansprucht.


    Webkarte der Geviertanalyse Hier geht es zur Karte in einem separaten Fenster